top of page

THE DARK ROOMS VEINS
 10.07.-26.07.2026 

Für nur 3 Wochenenden träumt ein alter Kinokomplex ein neues intensives Kunsterlebnis. 

​​

Über die Ausstellung 

​

Die Erinnerung an ein altes Kino beginnt oft nicht mit Szenen aus Filmen. Sondern mit Gerüchen und diesem ganz bestimmten Bauchgefühl beim Aufstoßen schwerer Türen als Kind. Drinnen – die Luft warm und ein bisschen staubig. Eine Mischung aus Popcorn, altem Teppich und diesem undefinierbaren Geruch von Projektorenwärme. Es roch nach Geschichten, auch wenn man das damals natürlich nicht so genannt hätte – Kino riecht eben so.

Man saß da auf diesen großartigen Sitzen mit Polstern, die ein bisschen zu weich waren, die Knie vielleicht ein bisschen zu nah am Vordersitz, und wartete.Dieses Warten war ein eigenes Gefühl…

…und dann ging das Licht langsam runter. 

Man saß da und fühlte sich gleichzeitig klein und unglaublich wach. Diese Erinnerung ist nicht einfach nur eine Erinnerung. Sie ist körperlich. Jeder kennt sie.

Und doch hat kaum jemand einen Großteil dieses Kino-Gebäudes je gesehen.

 

Es gibt noch eine Welt hinter den Kinosälen.

Dahinter beginnt so etwas wie eine zweite Architektur.

Versteckte Transportgänge. Ein Labyrinth aus Tunneln und dunklen Kammern. Ein ganzes System aus Gängen, das die Säle miteinander verbindet. Das Kino war nie nur ein Ort für Filme. Es war immer ein Gebäude mit einem Inneren. Wie ein riesiger Ameisenhaufen aus Beton. Und genau dort beginnt die Ausstellung THE DARK ROOMS VEINS– in den verborgenen Schichten des Kinos.

 

In dieser Dunkelheit bauen 10 internationale Licht- und Soundartists ihre Installationen.​

 

Ein altes Kino ist immer auch ein Versprechen, dass für einige Stunden alles möglich ist. Dass die Welt größer wird, sobald das Licht ausgeht.

Und dass irgendwo in diesem Gebäude immer noch ein bisschen Magie wartet.

​

Limitierte Tickets 

​

Der offizielle Ticketstart beginnt am 05.05.26. Aufgrund der kurzen Laufzeit sind die Tickets stark limitiert. Wenn Du Dir bereits vorher deinen Lieblingsslot sichern möchtest, melde dich bei unserer Ausstellungsliste. Dann erhältst du bereits vor offiziellem Ticketstart ein Passwort und den Zugang zum Ticketing. â€‹â€‹â€‹

Internationale Artists 

Boris Acket (NL)

​

Boris Acket, geboren 1988 in Amersfoort, ist ein niederländischer Künstler und Komponist mit Sitz in Amsterdam. Seine Wurzeln liegen in elektronischer Musik und Club-Kultur – daraus hat er eine Praxis entwickelt, die die Grenzen zwischen Kunst und Entertainment auflöst und zugleich dystopische Fragen über unsere Beziehung zur Umwelt aufwirft.

Im Zentrum steht das Spannungsverhältnis zwischen Kontrolle und Hingabe: Klang, Licht und Bewegung werden zu kollektiven Erlebnissen verwoben. Seine Werke waren weltweit zu sehen – vom Stedelijk Museum über die Paris Fashion Week bis zum Van Gogh Museum – immer mit demselben Ziel: Kunst als Refugium, als kurzer Atemzug inmitten einer überwältigenden Welt.

​

Instagram  |   Website

​

Duration_Boris_Acket.png

​Joris Strijbos  (NL)

 

Joris Strijbos schafft kinetische Installationen, in denen Maschinen, Algorithmen und die physische Welt miteinander interagieren. Das Besondere: Seine Werke sind biologischen Systemen nachempfunden – Selbstorganisation, Schwarmintelligenz und emergente Prozesse werden in abstrakte Licht- und Klangchoreografien übersetzt. Der Betrachter erlebt dabei live, wie Maschinen und Programme eigenständig „Entscheidungen" treffen – Kunst, die atmet wie ein Organismus.

​​

​

​

​

​

Instagram   |   Website

​

Cylinders_Joris_Strijbos_01.jpg

Encor Studio (CH)

​

Encor Studio wurde 2016 von den Schweizer Audiovisualkünstlern Mirko Eremita, David Houncheringer, Manuel Oberholzer und Valerio Spoletini gegründet. Das Kollektiv verbindet modernste CGI, Live-Action-Regie und experiential Design zu immersiven Welten, die kinetische Skulpturen, Installationen, Augmented Reality und Klangvisualisierung umfassen.

Zentral für ihre Arbeit ist eine radikale Reduktion: Co-Gründer David Houncheringer beschreibt ihren Ansatz als „Subtractive Art" – statt durch Komplexität zu beeindrucken, entfernen sie Elemente, um die Schönheit des Verbleibenden freizulegen, oft nur Glas, Strom und Licht. Dabei unterstreichen sie den symbolischen Wert von Licht und Klang und lassen verborgene Information spürbar werden – als frische Perspektive auf eine Welt, die wie Licht selbst größtenteils ein Rätsel bleibt.

​​​​​

​

Instagram   |   Website

​

Initiation_encore_studio_01.png

Alexis Choplain (FR)

​

Alexis Choplain ist ein multidisziplinärer Künstler, der Elektrizität zum Hauptmaterial seiner Werke gemacht hat und damit eine Form maschinischer Poesie erkundet, die unsere gewöhnliche Wahrnehmung der Dinge verändert. Ausgebildet an der École Supérieure des Arts Visuels in Mons (Belgien), studierte er zuvor Architektur in Marseille und verbrachte ein Jahr in Mexiko, wo ihn die Do-it-yourself-Mentalität lokaler Künstler nachhaltig prägte.

Was ihn besonders macht: Die von ihm seit 2019 selbst gebauten Synthesizer nehmen in seinen Installationen verschiedene Positionen ein und manifestieren auf vielfältige Weise die elektrischen Choreografien, die das Gewebe seiner Projekte bilden. Fehler und Entdeckungen sind dabei treibende Kräfte – kein Rahmen wird vorab definiert, nur eine Intuition, durch die sich die Form stetig weiterentwickelt. Kunst als Experiment, das sich selbst noch nicht kennt.

​​​​​

​

Website

​

Hydoscope_Alexis_Choplain.jpg

Sputniko! (JP)

​

Sputniko! (Hiromi Ozaki) ist eine japanisch-britische Künstlerin, Designerin und Filmemacherin.

Ihre interdisziplinäre Praxis bewegt sich zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft. In ihren Arbeiten verbindet sie spekulatives Design mit popkulturellen Erzählformen.

Zentrale Themen sind Gender, Körper, Identität und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien.

Sputniko! entwickelt oft fiktive Zukunftsszenarien und funktionale Prototypen. Diese machen mögliche technologische Entwicklungen greifbar und regen zur Diskussion an.

Ihre Werke umfassen Filme, Musikvideos und multimediale Installationen. Häufig entstehen sie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen.

International wurde ihre Arbeit in renommierten Institutionen ausgestellt. Sputniko! nutzt Kunst, um bestehende Normen zu hinterfragen und alternative Zukünfte zu entwerfen.

​​​​​

​

Website

​

5putniko_01.png

Lumus Instruments  (NL)

​

Lumus Instruments ist ein Amsterdamer Studio, aktiv seit 2018, das sich auf physische Manifestationen computationaler Technologie durch Licht, Klang und strukturelle Elemente konzentriert – geleitet von Timo Lejeune (geb. 1991, Maastricht) und Julius Oosting. Verwurzelt in Architektur und Engineering, verbinden sie Technologie und Kunst in einem Maßstab, der gleichzeitig industriell und intim wirkt.

Der Name Lumus leitet sich von Lumen (Licht) und Ludus (Spiel) ab – und genau das treibt ihre Praxis an. In ihrer fortlaufenden Werkserie Polynode erkunden sie, wie digitale Systeme mit physischen Räumen interagieren und wie wir als Menschen dieses Zusammenspiel wahrnehmen – mit dem Ziel zu verstehen, wie Mensch und Technologie künftig koexistieren können. Licht wird dabei nicht zur Dekoration, sondern zum Denkwerkzeug.

​​​​​

​

Website​

Actualization_Lumus_Instruments_01.png

Sven Sauer  (DE) & CEYYS (DE)

​

Sven Sauer lebt und arbeitet als Künstler in Berlin. Er wurde bekannt durch seine Arbeit als Matte Painter für internationale Filmproduktionen – darunter Werke von Lars von Trier, J.J. Abrams und Martin Scorsese. Zu seinen Auszeichnungen zählen drei Emmy Awards für „Game of Thrones" sowie ein Oscar für „Hugo Cabret".

Das Besondere: In seinen Installationen sucht Sauer nach verborgenen Spuren von Hoffnung in unserer Wirklichkeit – nicht als sentimentales Gefühl, sondern als messbares Phänomen, belegt durch Daten, Statistiken und wissenschaftliche Studien. Er konfrontiert seine Betrachter mit den Problemen unserer Zeit, ohne dabei eine feste Meinung zu vertreten – Kunst als offene Frage, nicht als Antwort.

 

Instagram   |   Website​

​

CEYYS ist ein Berliner Künstlerduo, das an der Schnittstelle von Musik, Technologie und visueller Kunst arbeitet. Ihre Praxis verbindet elektronische Komposition mit generativen Prozessen, bei denen Klang und Bild untrennbar miteinander verschmelzen.

Im Zentrum steht die Idee von Synchronität: Systeme reagieren aufeinander, entwickeln Eigendynamiken und formen audiovisuelle Räume, die sich stetig verändern. Ihre Arbeiten wirken präzise und emotional zugleich – reduzierte Kompositionen, in denen sich digitale Logik und menschliche Wahrnehmung begegnen. Kunst als Resonanzraum zwischen Kontrolle und Zufall.

​​​​​

​

Instagram   |    Website​

Bloom_Studio_Sven_Sauer.jpg

Cristian Rizutti (IT)

​

Cristian Rizzuti ist ein italienischer interaktiver Medienkünstler mit Sitz in Barcelona, dessen Arbeiten sich an der Schnittstelle von Licht, Wahrnehmung und Technologie bewegen. Er hat seine Werke in bedeutenden Institutionen präsentiert, darunter das ZKM Karlsruhe, das MAXXI Museum in Rom und die Venedig Biennale.

Stets inspiriert von Wissenschaft und Mathematik, erforscht Rizzuti die Rolle menschlicher Wahrnehmung und die Definition synästhetischer Räume – seine Werke lassen sich als Lichtskulpturen beschreiben. Sein bekanntestes Werk Amnesia verdichtet das alles: Eine immersive Installation als fünfteilige Malperformance, bei der UV-Laser auf phosphoreszente Pigmente treffen und in Echtzeit audiovisuelle Kompositionen entstehen – die sichtbar werden, pulsieren und wieder verschwinden, wie die Erinnerung selbst.

​​​​​

​

Instagram   |   Website​

Amnesia_Cristian Rizzuti_02.png

Corey Schneider  (AUS/DE)

​

Corey Schneider ist ein in Berlin lebender Multimedia-Künstler aus Australien. Er arbeitet mit Raumklang, Licht und kinetischer Skulptur und entwickelt generative Systeme als künstlerisches Medium. Seine Praxis bewegt sich zwischen Technik und Autorschaft, wobei Code und eigens entwickelte Technologien immersive Installationen formen.

Durch experimentelle Prozesse entstehen Werke, die unerwartete Strukturen und dynamische audiovisuelle Kompositionen hervorbringen. Dabei steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern zusammenhängende narrative Erlebnisse. Schneider verbindet Disziplinen zu ganzheitlichen Arbeiten und versteht den Entwicklungsprozess selbst als Teil des künstlerischen Ausdrucks. Seine Installationen schaffen sich stetig wandelnde, sinnlich erfahrbare Umgebungen.

​​​​​

​

Instagram   

treemachine_Corey_Schneider.jpeg
bottom of page